Am 12.10.2018 trafen sich die Liberalen Senioren Niedersachsen zu einem spätsommerlichen Beisammensein in der Museumsstellmacherei Langenrehm. Der Besuch mit einer Führung durch die alte Stellmacherei begeisterte die Liberalen Senioren.

Ist  eine Schubkarre etwas Besonderes? Ja, wenn sie in der Museumsstellmacherei Langenrehm mit großem handwerklichen Geschick gefertigt wurde. Diese Meinung vertraten einhellig die aus verschiedenen niedersächsischen Orten angereisten Vertreter und Freunde der Liberalen Senioren, die kürzlich zusammengekommen waren, um die historischen Gebäude, Maschinen und Geräte in Langenrehm in der Gemeinde Rosengarten zu besichtigen. Wer erwartet hatte, dass die hölzernen Schubkarren schwer von der Stelle zu bewegen wären, täuschte sich: Leicht rollten die mit Metallreifen versehenen Räder über den gepflasterten Hof der Außenstelle des Freilichtmuseums am Kiekeberg. 

Die Museumsstellmacherei besteht aus der historischen Stellmacher-Werkstatt, dem Wohnhaus, dem Anbau, einem Gartenbereich und dem Gelände, auf dem die Stämme zunächst verarbeitet wurden. Wie unter engagierter und fachkundiger Führung zu erfahren war, wurden in der Werkstatt  Räder, Wagen, Pflüge und andere landwirtschaftliche Geräte aus Holz hergestellt. Auch eine Vorführung der alten Tischlergeräte und Maschinen faszinierte die Liberalen Senioren. 

Die Werkstatt gehörte dem Stellmacher Heinz Peters, der dort 1930 einen erfolgreichen Familienbetrieb aufbaute und führte. Bis 1940 gab es in der Spitzenzeit bis zu fünf Mitarbeiter. Noch bis 1970 wurden in der Werkstatt vor allem Räder für Schubkarren produziert. Insbesondere nach dem 2. Weltkrieg florierte der Handel, weil für den Wiederaufbau von Gebäuden Baumaterialien in großer Menge transportiert werden mussten. Außerdem dienten Karren ebenso wie Pferdefuhrwerke dazu, Obst und Gemüse der Region nach Hamburg oder ins Alte Land zu liefern. Bis zum Jahr 2008 wurde die Stellmacherei – als eine der letzten in Deutschland – gelegentlich von einem alleinlebenden Nachkommen der Familie betrieben. 

Wie der Handwerker Heinz Peters mit seiner Familie lebte, ist im historisch getreu eingerichteten Wohnhaus, das bereits 1836 erbaut und später erweitert wurde, zu besichtigen. Nicht nur der geflieste und bunt gemusterte Küchenfußboden, sondern auch Öfen, Herd, Möbel, Geschirr, Waschmöglichkeiten und vieles mehr sind im Originalzustand zu bewundern. Es scheint, als hätten die Besitzer ihr Haus für eine kurze Zeit verlassen. 

Heute ist auf der Deele ein Café für Besucher eingerichtet. Nach den sehr fachkundigen und kurzweiligen Erläuterungen genossen die Liberalen Senioren Niedersachsen eine weitere Besonderheit: Eine Buchweizentorte. Während des gemütlichen Ausklangs nach den zahlreichen Informationen bot sich noch die Gelegenheit für Fragen, die von den Anwesenden gern genutzt wurde. Am Ende des Nachmittags waren sich alle einig: Dies war ein Museumsbesuch, der die Erwartungen übertroffen hat. Die Landesvorsitzende Nicole Bracht-Bendt brachte es auf den Nenner: „Es hat sich gelohnt!“


Der Landesverband der Liberalen Senioren Niedersachsen und der Kreisverband der Liberalen Senioren Region Hannover hatten am 26.09.2018 in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Seniorenservice der Stadt Hannover (KSH) und dem Studentenwerk Hannover zu einer Veranstaltung „WOHNEN FÜR HILFE" eingeladen.

Die Informationsveranstaltung war ein großer Erfolg. Studierende wohnen mietfrei bei Seniorinnen oder Senioren und leisten dafür Unterstützung im Haushalt. Zwei Mitarbeiterinnen der Stadt haben uns die Voraussetzungen und das Verfahren erläutert sowie von ihren Erfahrungen mit dem Projekt berichtet. 

Die Idee ist, Generationen zu verbinden, die heute nicht mehr selbstverständlich miteinander wohnen und leben. Während ältere Menschen oftmals Unterstützung im Haushalt, bei der Pflege des Gartens oder aufgrund eingeschränkter Mobilität Begleitung benötigen, suchen Studierende nach einer finanziellen Entlastung während des Studiums.  

Das Projekt Wohnen für Hilfe möchte nun die beiden Parteien im Sinne einer Win-Win-Situation mit einander verbinden.

 

Die Anbieter von Wohnraum sollten in ihrer Wohnung oder im Eigenheim über ein ungenutztes Zimmer verfügen und Unterstützung im Alltag benötigen (Haushalt, Garten, Begleitung zu Behörden, Ärzten oder kulturellen Veranstaltungen); sie sollten aber auch weltoffen sein und die Bereitschaft haben, ihr Leben mit anderen zu teilen. Die Studenten hingegen können sich gut vorstellen, Senioren und Seniorinnen tätig zu helfen. 

Ehrenamtliche Mitarbeiter führen Hausbesuche bei den Senioren und Kennenlerngespräche mit den Studenten durch, um eine Entscheidung zu treffen, welcher Studierende in welchen Haushalt am besten passt. Die Ergebnisse werden in Fragebögen festgehalten: Wohnsituation, gewünschte und angebotene Hilfeleistungen. Als Faustformel gilt 1 m²= 1 Std., d.h. bei einem 20 m² Zimmer  20 Std. Hilfe im Monat. Dafür wohnt der Student mietfrei. Um beiden Seiten Rechtssicherheit zu geben, wird ein Wohnraumüberlassungsvertrag mit Nennung der Hilfeleistungen abgeschlossen.

Der Gewinn des Projektes Wohnen für Hilfe lässt sich verschiedenen Dimensionen zuordnen: vermeidet Isolation und Einsamkeit, die Studierenden erweitern ihre Sozialkompetenz, die älteren Menschen ihren Horizont, es leistet einen Beitrag zur interkulturellen Integration bei Vermittlung von ausländischen Studierenden. 

Die Wohnpartnerschaft spart den Studenten Mietkosten und den Senioren Kosten für externe Dienstleister und sie gibt dem Senior ein sicheres Gefühl.

Kürzlich habe ich zufällig einen Bericht im Deutschlandfunk gehört, dass es in Baden-Württemberg auch dieses Projekt gibt mit Erweiterung auf Familien mit mehreren Kindern.

Um Wohnen für Hilfe eine noch größere Resonanz zu geben, schlagen wir unserer Fraktion in der Region Hannover vor, sich für eine Erweiterung und Ausdehnung einzusetzen. 


Resolution zur Flüchtlings- und Einwanderungspolitik

Vorbemerkung

Die Liberalen Senioren Niedersachsen zeigen sich besorgt über die derzeitige Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik Deutschlands. Aus diesem Anlass verabschiedete die Mitgliederversammlung der Liberalen Senioren Niedersachsen am 13. März 2018 folgende Resolution:

 

Resolution zur Flüchtlings- und Einwanderungspolitik der FDP

Die Flüchtlingswelle in 2015 hat die deutsche Gesellschaft ebenso wie die Länder der EU in zwei Lager gespalten, die sich unversöhnlich gegenüber stehen, je nachdem ob man den Einwanderungsstrom als unkontrolliert wahrnimmt und daher eine Überfremdung befürchtet oder Deutschland als reiches, offenes und liberales Land empfindet, das diese Herausforderung schon irgendwie "schaffen" wird. Der von einer Mehrheit der Bevölkerung im Jahr 2015 so empfundene "Kontrollverlust" der Einwanderung ist zum Teil korrekt, eben weil zeitweilig die Landesgrenzen für jedermann offen waren. Jedoch haben wir durchaus - leider komplizierte und nicht untereinander abgestimmte - gesetzliche und (im internationalen Bereich) vertragliche Regelungen, die zwischen verschiedenen Einwanderungs- und Flüchtlingsgruppen unterscheiden, und entsprechend unterschiedliche Aufenthaltsrechte und Regelungen zum Zugang zum Arbeitsmarkt und zur Nachholung von Familien vorsehen. Leider sind diese rechtlichen Vorgaben in ganz unterschiedlichen Gesetzen und Verträgen (wie der UN Flüchtlingskonvention) verankert, eine umfassende, ehrliche, vernünftige und in sich stimmige Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik mit entsprechend einheitlicher rechtlicher Grundlage fehlt jedoch.

Die FDP steht für eine Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik, die sich an humanitärer Verantwortung, realistischer Einschätzung von Einwanderungsmotiven und auch deutschen Landesinteressen orientiert, so wie das viele westliche Demokratien heute schon tun.

Dazu muss man die verschiedenen Einwanderungs- bzw. Flüchtlingsgruppen klar unterscheiden, und dementsprechend wertebegründete und logisch nachvollziehbare Aufnahme- und Schutzregeln vorsehen:

  1. Persönlich z.B. aus politischen, religiösen oder wegen ihrer sexuellen Orientierung im Heimatland dauerhafte Verfolgte sollen dauerhaft in Deutschland Aufnahme finden, und die schnelle und vollständige Integration einschliesslich Zugang zum Arbeitsmarkt und Familiennachzug ist ausdrücklich anzustreben;
  2. Aufgrund von Kriegs-(einschliesslich Bürgerkriegs-)ereignissen oder Naturkatastrophen bedrohte Flüchtlinge, die nach Deutschland geflohen sind, soll nach der Dauer des Bedrohungsereignisses befristeter Schutz in Deutschland gewährt werden; dabei soll die tatsächlich erfolgte Flucht massgeblich sein, nicht die nur 'erwogene', aber nicht ausgeführte Fluchtabsicht z.B. der zu Hause gebliebenen, eben nicht geflohenen Familienangehörigen. Wegen des nur zeitweiligen, die Flucht auslösenden Ereignisses, soll es immer nur zeitlich begrenztes Aufenthaltsrecht geben.Eine Integration der ja nur zeitlich begrenzt zu schützenden Flüchtlinge ist ausdrücklich nicht anzustreben, d.h. es gibt weder Zugang zum Arbeitsmarkt noch Familiennachzugsrecht, da es sich hier nur um eine 'Wartezeit' für Flüchtlinge handelt;
  3. Einwanderung aus wirtschaftlichen Interessen (einschliesslich der Aussicht auf ein besseres Leben) in Deutschland wird immer dann ermöglicht, wenn beidseitig übereinstimmende Interessen des Einwanderungswilligen und des Aufnahmelandes vorliegen, d.h. dass Arbeitswunsch und Ausbildungsprofil des Einwanderers mit dem Bedarf des deutschen Arbeitsmarktes übereinstimmen müssen. Um Deutschlands Wohlstand längerfristig zu sichern, brauchen wir zwingend eine solche erfolgreiche Einwanderung in den deutschen Arbeitsmarkt, daher soll hier dauerhaftes Aufenthaltsrecht gewährt und die volle Integration einschliesslich Zugang zum Arbeitsmarkt und Familienmitnahme ermöglicht werden.

Die klare Differenzierung der verschiedenen Einwanderungs- und Flüchtlingsgruppen nach Art und Dauer der Einwanderungs-/Fluchtmotivation, und die sich nach gesundem Menschenverstand logischerweise daraus ergebenen Aufenthalts- bzw. Integrationsrechte, müssen in einem einheitlichen Gesetzeswerk dargestellt werden, statt wie bisher auf breit verteilte Regelungen (im Grundgesetz, Asylgesetz, Aufenthaltsgesetz und der UN Flüchtlingskonvention) und ein noch zu schaffendes separates Einwanderungsgesetz zurückgreifen zu müssen. Eine solche transparente, kohärente, werte- und vernunftbasierte Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik wird die derzeitige emotionsgeladene und die Gesellschaft spaltende Flüchtlingsdebatte in Deutschland entschärfen und der gefährlichen Zunahme des rechten Populismus vorbeugen.

Und es sollte die FDP als vernunft- und werteorientierte, weltoffene und liberale Partei der Mitte sein, die sich die vorgeschlagene Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik zu Eigen macht.


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Resolution der Liberalen Senioren Niedersachsen zur Flüchtlings- und Einwanderungspolitik
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Liberale Senioren trafen sich zur jährlichen Mitgliederversammlung in Einbeck

Liberale Senioren aus ganz Niedersachsen haben sich im Hotel FREIgeist zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung zusammengefunden. Im Mittelpunkt standen ein Vortrag des Finanzpolitikers Christian Grascha, MdL, sowie die Beratung einer Vielzahl von Anträgen für den Landesparteitag der FDP-Niedersachsen im April 2018.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen besuchten die Liberalen Senioren die Fahrzeugausstellung des PS Speichers, welche nicht zuletzt aufgrund der informativen Führung bei allen Teilnehmern Gefallen fand.

Im Anschluss eröffnete die Landesvorsitzende Nicole Bracht-Bendt die Landesmitglieder-versammlung, begrüßte die Anwesenden und bedankte sich bei Herrn Reiner Jordan, der als stellvertretender Landesvorsitzender und Kreisvorsitzender der Liberalen Senioren Northeim-Einbeck für die Organisation der Veranstaltung verantwortlich zeichnete.

In seinem Grußwort als Kreisvorsitzender der FDP-Northeim ging der Landtagsabgeordnete Christian Grascha auf die ersten 100 Tage der Arbeit der GroKo in Niedersachsen ein. Er bemängelte die Schaffung einhundert neuer Stellen und die Einführung eines zusätzlichen Feiertages. Außerdem forderte er die Einführung eines „Tilgungsturbos“, damit die Politik in guten Zeiten zur Schuldenreduzierung angehalten werde.

In der folgenden Antragsberatung kam es zu interessanten, engagierten und ausgiebigen Diskussionen zu den eingebrachten Anträgen und für eine Mehrzahl der Anträge entschied das Plenum die Überweisung an den Landesparteitag der FDP Niedersachsen. Die Landesvorsitzende Nicole Bracht-Bendt machte abschließend deutlich: „Wir Liberale Senioren wollen und werden bei gesellschaltspolitisch und seniorenpolitisch relevanten Themen mitreden und uns intensiv einbringen.“

Reiner Jordan, Kreisvorsitzender der Liberalen Senioren Northeim-Einbeck freute sich über die gute Resonanz der Veranstaltung: „Ich bin sehr zufrieden, Liberalen Senioren aus ganz Niedersachsen mit dem Besuch des PS Speichers eine weitere Facette der Bierstadt Einbeck etwas näher gebracht zu haben und hoffe, den ein oder anderen vielleicht mit Familie wiederzusehen. Einbeck ist immer einen Besuch wert!“

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Presseinformation Landesmitgliederversammlung
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Liberale Senioren unterstützen   FDP-Landesvorstand

In der Frage einer möglichen Ampelkoalition mit SPD und Grünen in Niedersachsen haben die Liberalen Senioren klar Stellung bezogen. Sie lehnen eine solche ab und stellen sich damit unmissverständlich hinter die Position des FDP-Landesvorstands und dessen Vorsitzenden Stefan Birkner.

"Bei der notwendigen Aufarbeitung des Wahlergebnisses in den entsprechenden Gremien interessiert uns insbesondere die Frage, warum die FDP gerade bei der älteren Generation Stimmen eingebüßt hat", sagte Nicole Bracht-Bendt, Landesvorsitzende der Liberalen Senioren Niedersachsen. Angesichts der demographischen Entwicklung gelte es, diese zurückzugewinnen, ohne dabei die berechtigten Interessen junger Menschen zu vernachlässigen.

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Presseinformation
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Was mit 67 bleibt


Die Rentenpläne der Koalition
Was mit 67 bleibt

Altersarmut – kaum etwas anderes macht den Deutschen derzeit mehr Sorgen. Dabei versucht die Bundesregierung die Renten abzusichern, auch mit Milliarden aus Steuermitteln. Anfang 2019 sollen die Änderungen in Kraft treten. Opposition und Verbände kritisieren schon jetzt die hohen Kosten.

https://www.deutschlandfunk.de/die-rentenplaene-der-koalition-was-mit-67-bleibt.2011.de.html?dram:article_id=423166